Blähbauch – Übermäßige Gasproduktion im Darm

Ein äußerst häufig beobachtetes Phänomen, das besonders nach dem Verzehr eines reichhaltigen Essen auftritt, ist der Blähbauch. Dieser ist zwar in den meisten Fällen harmlos, manchmal ist er jedoch auch mit Schmerzen oder einer Erkrankung des Darms verbunden. Tritt er häufiger auf, ist eine Untersuchung bei einem Spezialisten anzuraten.

Ursache eines Blähbauchs

Wie anfangs erwähnt kann der Blähbauch, auch Meteorismus genannt, direkt nach einer Mahlzeit auftreten. Das bedeutet allerdings nicht, dass die Menge einfach zu viel war. Vielmehr sind die gegessenen Lebensmittel wahrscheinlich das Problem. Bestimmte Lebensmittel belasten das Verdauungssystem mehr als andere und führen zu einer vermehrten Gasproduktion im Darm. Insbesondere Bohnen, Zwiebeln und Kohlgemüse weisen diese Eigenschaften auf und lösen daher einen Blähbauch aus. Aber auch sehr ballaststoffreiche Nahrungsmittel können die Gasproduktion ankurbeln. So sind beispielsweise Haferflocken zwar sehr gesund, aber auch ein Garant für Blähungen, wenn man an den Verzehr nicht gewohnt ist.

Neben den Lebensmitteln, die die Gasproduktion generell fördern, kann auch eine Lebensmittelunverträglichkeit, Auslöser für den Gasbauch sein. Die Laktose-Intoleranz ist beispielsweise eine weitverbreitete Unverträglichkeit. Der Stoff ist hauptsächlich in Milch und Milchprodukten enthalten und führt bei Menschen, die empfindlich auf Laktose reagieren zu einem Blähbauch. Aber auch anderen Symptomen lassen sich beobachten, beispielsweise Durchfall und die sogenannte Blähsucht . Die Blähsucht meint ständiges und unkontrolliertes Entweichen von Darmwinden. Zusätzlich kann eine Beeinträchtigung des Magens oder des Darms, beispielsweise eine Infektion, ursächlich sein. Ob es sich um eine Unverträglichkeit oder um eine ernstere Erkrankung handelt, lässt sich jedoch nur bei einem Arztbesuch klären.

Welche Symptome treten bei einem Blähbauch auf?

Neben den körperlichen Auswirkungen, also der Wölbung des Bauchs nach außen, bringt der Blähbauch einige durchaus schmerzhafte Symptome mit sich bringen. So ist das Völlegefühl noch relativ harmlos. Die Bauchschmerzen können sich jedoch zu ausgewachsenen Koliken entwickeln, also Bauchkrämpfe, die sehr schmerzhaft sind und stoßweise auftreten. Zusätzlich gesellen sich Verdauungsstörungen und Blähungen, die nicht kontrollierbar sind, hinzu.

Wie kann ein Blähbauch behandelt werden?

Leider gibt es nur wenige effektive Behandlungsmöglichkeiten. Ärzte nutzen zur Behandlung oft einen Entschäumer. Dieser setzt direkt an den Gasansammlungen im Darm an, indem er sie teilweise auflöst und so das Völlegefühl und den Druck heruntersetzt. Das führt auch dazu, dass die Schmerzen gelindert werden.

Durchaus effektiv können jedoch auch herkömmliche Hausmittelchen sein. So ist beispielsweise Wärme sehr gut gegen Krämpfe. Die Hitze einer Wärmflasche beispielsweise kann die Symptome eines Gasbauchs entscheidend reduzieren. Viel Wasser sowie die Einnahme von Tees aus Fenchel, Kümmel oder Anis – entweder lose oder als Teebeutel – sind ebenfalls zu empfehlen. Diese werden einfach mit Wasser aufgekocht und getrunken. Der Geschmack mag nicht jedermanns Sache sein, aber die Wirkung ist ideal, um den Meteorismus zu bekämpfen. Ist der Blähbauch bereits soweit vorangeschritten, dass es zu schmerzhaften Krämpfen kommt, ist auch Pfefferminze oder Chili geeignet, um ihnen Herr zu werden.

Der Meteorismus ist generell nicht gefährlich. Dafür sind die Beschwerden mehr als lästig und die Schmerzen, die er verursachen kann, durchaus schwer zu ertragen. Die vorgestellten Hausmittel sind jedoch ideal, um die Symptome zu lindern.